150 Teilnehmer:innen bei antikapitalistischer 1. Mai Kundgebung in Landau +++ Antimilitaristische Aktion gegen Kriegskurs +++ Solidarität mit der Eberspächer-Belegschaft

Am diesjährigen 1. Mai fand erstmals eine von der Initiative Antikapitalistischer 1. Mai organisierte Kundgebung zum Kampftag der Arbeiter:innenklasse in Landau statt. Dem Aufruf folgten 150 Teilnehmer:innen aus verschiedenen linken Spektren, die sich um 11 Uhr unter hoher Polizeipräsenz auf dem Stiftsplatz einfanden. In Redebeiträgen wurde die aktuelle Regierungspolitik (sowohl die der Ampel als auch die der kommenden CDU/SPD-Regierung) ins Visier genommen, der Kriegs- und Aufrüstungskurs der Herrschenden angegriffen als auch die Perspektiven einer sozialistischen Gesellschaft aufgezeichnet.

Um die aktuell vom Verlust ihres Arbeitsplatzes bedrohten Kolleg:innen von Eberspächer catem in Herxheim in ihrem Kampf dagegen zu unterstützen, wurde ein Soli-Foto aufgenommen, dass wir den Beschäftigten im Nachgang des 1. Mai zusenden. Die dortige Konzernleitung will die Produktion im südpfälzischen Herxheim einstellen und auf einen Schlag 200 Arbeitsplätze vernichten.

Zur Untermalung der antimilitaristischen Haltung der Kundgebung wurde während der Kundgebung ein Panzer symbolisch mit roten Fahnen zerschlagen. Im Anschluss der Kundgebung fand sich der zerstörte Panzer noch mitsamt einer „Wir scheißen auf euren Kriegskurs“-Botschaft vor dem Parteibüro der SPD wieder.

Apropos SPD: Zwei Tage vor dem 1. Mai organisierte die SPD, nachdem sie reichlich spät von unserer Mobilisierung Wind bekam, noch eilig eine eigene Kundgebung. Dass sie das gemeinsam mit Parteigenossen von ver.di und der AWO taten, macht dieses Manöver dabei nicht weniger offensichtlich. Dementierten sie diese Motivation im Vorhinein noch, machten sie bei ihrer Kundgebung gar keinen Hehl mehr daraus, dass sie – Zitat – „eine Alternativveranstaltung zur extremen Linken anbieten“ wollen. Diesem Versuch folgten sage und schreibe 25 Leute. Wir wundern uns nicht, dass sich die Massen nicht dort einfinden, wo die aufrufende Partei genau einen Tag vorher mit deutlicher Mehrheit einen Koalitionsvertrag angenommen hat, der der arbeiter- und armenfeindlichste Vertrag seit Jahren ist.

Wir werten die Mobilisierung zum antikapitalistischen 1. Mai als großen Erfolg, auf dem wir in den kommenden Jahren aufbauen werden. Dabei lassen wir uns weder von Sabotageversuchen der SPD noch von hohen Polizeiaufgeboten abschrecken. Es bleibt wichtig, eine antikapitalistische und revolutionäre Perspektive auf die Straße zu tragen – auch deshalb beteiligten wir uns im Nachgang der Kundgebung noch an einer ausdrucksstarken revolutionären 1. Mai Demo in Karlsruhe. Ein Bericht dazu wird an anderer Stelle zu lesen sein.

Rot ist der Mai!