Samstag, der 09.08., stand für uns ganz im Zeichen der Palästinasolidarität. Begonnen hatte der Aktionstag bereits am Morgen auf dem Stiftsplatz, wo wir mit einem Infostand vertreten waren. Unser Ziel: Mit Menschen ins Gespräch kommen, Aufmerksamkeit schaffen und unsere Solidarität mit den Menschen in Palästina im Angesicht von Krieg, Vertreibung und Besatzung auszudrücken. Neben verschiedenem Infomaterial hatten wir einen Aufsteller vorbereitet, der den Blick auf Widerstandsformen aus aller Welt gegen den Krieg Israels richten sollte – von Hafenblockaden in Durban, Südafrika über Unibesetzungen in New York bis hin zur Sabotage von Waffen in England. Ergänzt wurde der Infostand durch eine Kunstaktion: Ein leeres Klassenzimmer erinnerte an ca. 20.000 ermordete Kinder und verdeutlichte das besondere Leid der im Durchschnitt sehr jungen Bevölkerung in Gaza.
Vom Infostand aus ging es für einige von uns weiter nach Karlsruhe, wo wir uns der Demo mit dem Motto „Freiheit für Palästina – Stoppt den Genozid!“ anschlossen. In diversen Redebeiträgen wurde unter Anderem klargemacht, dass die politische und militärische Unterstützung der deutschen Politik ein wesentlicher Grund dafür ist, warum das hemmungslose Morden auch nach fast zwei Jahren kein Ende gefunden hat. Dieser Zustand trifft Frauen in Palästina gleich doppelt, denn als wären Besatzung und Krieg nicht brutal genug, sind sie zudem von täglich stattfindender sexualisierter Gewalt betroffen. Schaut dazu gerne beim Feministischen Treffen Karlsruhe (@feministisches.treffen_ka) vorbei, die eine Rede zum Thema gehalten haben und die jüngst die Kampagne „Frauen im Krieg – Frauen im Widerstand“ ins Leben gerufen haben. So zogen wir mit ca. 700 Personen und kämpferischen Parolen durch die Karlsruher Innenstadt, bevor uns wieder auf den Weg nach Landau machten.





Dort hatten unsere Genoss:innen vom CineMarx das Kätche bereits in ein gemütliches Kino mit Popcorn und Hotdogs verwandelt. Bei vollem Haus stand stand „No Other Land“ auf dem Programm, ein Dokumentarfilm über das Leben in der Gemeinde Massafer Yatta im besetzten Westjordanland, wo Enteignungen, Zerstörung, Festnahmen und Gewalt durch Siedler und die Israeli Defense Forces (IDF) auf der Tagesordnung stehen. Die Filmvorführung entstand gemeinsam mit der Hochschulgruppe Linke Liste und dem Studierendenwerk Vorderpfalz. Den Abend ließen wir im Anschluss mit einer Diskussionsrunde ausklingen, denn der Widerstand darf nicht abreißen. Die internationale Solidarität beginnt dort, wo sich Profiteure und Anheizer des Genozids in Palästina befinden und diese gilt es zu entlarven.
Schließt euch daher den Protesten gegen die Kriegsindustrie an – auf zum Rheinmetall Entwaffnen Camp in Köln!

