Die Kundgebung unter dem Motto „Es reicht! Jetzt wehren wir uns!“ richtete sich klar gegen Gewalt an Frauen. Ausgangspunkt war der Fall Collien Fernandes, der in den vergangenen Wochen viel Aufmerksamkeit bekam. Ihr Name stand nicht nur exemplarisch, sondern auch für die vielen Frauen, die Gewalt erfahren und den Mut finden, sich zu wehren. Immer wieder wurde betont: Du hast unseren Rückhalt. Den Kampf führen wir gemeinsam.

Der Blick wurde bewusst auch geweitet: auf Gisèle Pelicot und die Epstein-Files – Fälle, die zeigen, wie eng Gewalt, Machtmissbrauch und Schweigen verknüpft sind.

Auch die verschiedenen Formen von Gewalt wurden benannt: körperliche, häusliche, sexualisierte und digitale Gewalt. Eine Installation setzte dabei ein starkes Zeichen: Symbolisch wurde niedergerissen, was uns Frauen klein hält. Am Ende blieb ein Bild von Zusammenhalt und Solidarität. Dazu lief „Canción sin miedo“, ein feministisches Lied aus Lateinamerika über Femizide. Die Zeile „Der Staat, der Himmel, die Straßen sollen erzittern“ wirkte wie eine logische Konsequenz des zuvor Gesagten.

Auch die Politik wurde kritisiert: Reaktionen erfolgen oft erst, wenn Betroffene selbst Öffentlichkeit herstellen, und bleiben meist oberflächlich. Die Botschaft lautete daher: Dieser Staat schützt mich nicht, meine Schwestern schützen mich.

Trotz der Schwere blieb der Blick nach vorn gerichtet: Wir lassen uns nicht brechen. Wir stehen Schulter an Schulter und kämpfen für eine bessere Welt. Unser Widerstand und unsere Solidarität sind stärker.

Beim gemeinsamen Singen von „Brot und Rosen“ bündelte sich diese Haltung: Es geht nicht nur um Schutz vor Gewalt, sondern um ein Leben in Sicherheit und Würde. Die Kundgebung machte deutlich, was es braucht: organisieren, zusammenschließen und Druck von unten aufbauen.

Danke an alle, die da waren!

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